Diabetes Typ I bei europäischen Kindern nimmt zu

August 12, 2009 by  
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Nicht nur die Erwachsenen in Europa haben immer öfter mit Diabetes vom Typ I zu kämpfen. Auch immer mehr Kinder unter 15 Jahren sind schon betroffen. Den Ursachen geht nun ein neues Projekt auf den Grund.

Einen solchen Insulinpen benötigen auch Kinder immer häufiger - Foto: pixelio.de

Einen solchen Insulinpen benötigen auch Kinder immer häufiger - Foto: pixelio.de

München – Man hört und liest es immer wieder: Kinder und Jugendliche in Europa haben immer öfter mit Ãœbergewicht und den daraus resultierenden Erkrankungen zu kämpfen. In einer europäischen Studie wurde nun nachgewiesen, dass die Erkrankungen an Diabetes Typ I bei Kindern unter 15 Jahren in Europa kontinuierlich ansteigen. Aus diesem Grund sieht das Institut für Diabetesforschung der Forschergruppe Diabetes (IFDF) dringenden Bedarf für Ursachenforschung.

Ursachen für Diabetes bislang ungeklärt

Die Ursachen für eine Erkrankung an Diabetes Typ I sind bis heute noch ungeklärt. Zwar geht die Forschung von einer genetischen Vorbelastung aus, die an der Erkrankung beteiligt sein könnte, diese erklärt jedoch nicht den Anstieg der Erkrankungen. In der internationalen TEDDY-Studie beschäftigt sich mit den umweltbedingten Ursachen von Diabetes Typ I. An dieser Studie beteiligt sich auch das IFDF und bietet kostenlose Tests von Neugeborenen und Säuglingen bis zum dritten Monat an. Wird bei diesem Test ein erhöhtes Risiko festgestellt, kann das Kind auch am zweiten Teil der Studie teilnehmen. Es wird dann regelmäßig untersucht und es werden umfangreiche Daten zu den Lebens- und Essgewohnheiten sowie zu Infektionen gesammelt.

(Quelle: Deutsches Ärzteblatt)

Vitaminpräparate mindern positive Wirkung von Sport

Mai 12, 2009 by  
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Für viele gehören die Vitaminpräparate zum Frühstück dazu wie das Müsli. Besonders den Vitaminen C und E wird eine positive Wirkung auf die Gesundheit nachgesagt, vor allem als Kämpfer gegen die so genannten freien Radikale. Doch nachdem Forscher im Herbst bereits nachwiesen, dass Vitamine einen Herzinfarkt nicht verhindern können, zweifeln sie nun den schlechten Ruf der freien Radikale an und damit den positiven Ruf der Antioxidantien.

Jena – Den freien Radikalen schreibt man die Beteiligung an zahlreichen Erkrankungen sowie die Zellalterung zu. Sie schädigen die DNA und die Zellmembranen. Bisher ging man davon aus, dass mit Hilfe von Antioxidantien die Wirkung der freien Radikale ausgeschaltet werden könnte. Die beliebtesten Vertreter sind die Vitamine C und E. Nur ist bisher die Wirksamkeit dieser beiden wissenschaftlich gar nicht nachgewiesen. Trotzdem lassen sie sich sehr gut verkaufen. Eine Forschergruppe aus amerikanischen und deutschen Wissenschaftlern verteidigt nun – zumindest zum Teil – die freien Radikale und macht gleichzeitig Front gegen die Antioxidantien.

Antioxidantien können positive Wirkung von Bewegung zunichte machen

Werden Antioxidantien wie Vitamin C und E direkt nach dem Sport eingenommen, können sie einen Teil der positiven Resultate der Bewegung zunichte machen. Die Forscher um Michael Ristow von der Universität Jena gehen davon aus, dass die Antioxidantien dafür sorgen, dass die Bewegung die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin nicht mehr steigert. Genau die sei jedoch dafür notwendig, das Risiko einer Erkrankung an Diabetes Typ 2 zu verringern.

Doch Untersuchungsleiter Ristow geht sogar noch weiter. Freie Radikale würden langfristig wie ein Impfstoff gegen oxidativen Stress wirken. Ristow erklärt das folgendermaßen: Die Antioxidantien unterdrücken die körpereigene Produktion von freien Radikalen und damit den Impfeffekt. Das solle aber nicht bedeuten, dass freie Radikale immer gesund seien, schränkt der Wissenschaftler ein.

Obst und Gemüse bleiben trotzdem gesund

Für die Untersuchung nahmen 39 Männer an einem vierwöchigen Sportprogramm teil. Sie wurden in zwei Gruppen eingeteilt: Gruppe 1 trainierte jeden Tag und nahm zusätzlich Vitamin C und E ein, Gruppe 2 trainierte ebenfalls täglich, jedoch ohne Vitamine. Die Männer, die die Vitamine einnahmen, zeigten nach dem Sport keine Veränderung in der Zahl der freien Radikale. Gruppe 2 wies erhöhte Werte an freien Radikalen auf. Doch nur bei ihnen verbesserte sich auch die Insulinempfindlichkeit.

Der Studienleiter Ristow betont, dass sich diese Aussage nur auf Vitaminpräparate bezögen. Der positive Effekt auf die Gesundheit durch Obst und Gemüse bleibe davon unberührt.