Muskelschmerzen

Oktober 3, 2009  
abgelegt unter Krankheiten

Muskelschmerzen können zahlreiche Ursachen zugrunde liegen und nicht jeder Muskelschmerz bedarf auch einer Behandlung. In der heutigen Zeit, in der viele Menschen den ganzen Tag im Sitzen verbringen und wir und insgesamt zu wenig bewegen, sind Muskelschmerzen zum alltäglichen Begleiter geworden. Am häufigsten sind Muskelverspannungen im Nacken- und Schulterbereich sowie Rückenschmerzen. Der Gang zum Arzt ist dann angesagt, wenn die Schmerzen ungewöhnlich lang anhalten und in ihrer Stärke nicht oder nur wenig abnehmen.

Muskelschmerzen können diffus (nicht eindeutig lokalisierbar) oder an bestimmten Körperpartien auftreten. In den meisten Fällen sind Muskelverspannungen die Ursache. Rund 75 Prozent der Deutschen leiden unter Rückenschmerzen, sieben bis 18 Prozent sogar häufig oder ständig. Weitere Ursachen für Muskelschmerzen können Muskelverletzungen oder Gelenkarthrosen sein. Auch Muskelkrankheiten und Erkrankungen der Nervensystems kommen als Ursachen in Frage.

Bei der am häufigsten auftretenden Ursache, der Muskelverspannung, fühlen sich einzelne Muskeln oder Muskelgruppen hart an, sie bilden Knötchen oder fühlbare Wülste. Der Grund für die Verspannungen liegt in den meisten Fällen bei Stress, Fehlhaltungen durch falsches Sitzen oder Bewegungsmangel, ungenügende Muskelerwärmung und/oder fehlendes Stretching vor und nach dem Sport, falsche Bewegung oder schlicht einer schwach ausgebildeten Muskulatur. Verspannungen sollte vorgebeugt werden, denn ein beispielsweise dauerhaft verspannter Nacken kann zu chronischen Kopfschmerzen führen. Auch Muskelkater kann eine Ursache für Muskelschmerzen sein. Er entsteht durch Mikroverletzungen der Muskeln durch Überbeanspruchung. Plötzliche Muskelkrämpfe können, wenn sie gehäuft auftreten, ein Zeichen für Magnesiummangel sein. Sie lassen sich in der Regel mit der zusätzlichen Einnahme von Magnesium beheben. Jedoch können sie auch ein Zeichen für ernsthaftere Erkrankung wie etwa der Leber sein und sollten eventuell vom Arzt untersucht werden.

Akute, also kurzfristige Muskelschmerzen, haben die Funktion, den Körper auf ein bestehendes Problem hinzuweisen und durch eine Veränderung den Schmerz zu vermeiden. Bei länger anhaltenden Schmerzen kann eine solche Schonhaltung jedoch auch zu neuen Schmerzen führen. Sind die Muskelschmerzen chronisch, dauern also über mehrere Monate an, können sie zu einem eigenen Krankheitsbild führen, dem Schmerzsyndrom.

Die Therapie von Muskelschmerzen hängt von der jeweiligen Ursache ab. Akute Schmerzen können oft mit physiotherapeutischen Maßnahmen wie Massagen oder Strombehandlungen erfolgreich behandelt werden. Akute Schmerzen sollten zudem geschont und gekühlt werden. Auch der Einsatz von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder ASS kann hilfreich sein. Bei chronischen Muskelschmerzen ist hingegen Wärme empfehlenswert. Diese kann in Form von Saunagängen, Bädern oder Wärmepackungen zugeführt werden. Auch moderate Bewegung (Schwimmen, Walken) ist angebracht. Darüber hinaus kann der Arzt eine individuelle Schmerztherapie zusammenstellen. Ein Großteil der Muskelschmerzen ist jedoch mit aktivem Sitzen und regelmäßiger Bewegung vermeidbar.

Kommentare

4 Kommentare zu “Muskelschmerzen”
  1. Harald sagt:

    Hallo,

    gegen meine wende ich eine Kombination aus Schwimmen (3 x wöchentlich) und TENS (täglich, ca. 10 min) an. Das hilft ganz gut und bei mir hat sich das gesamte Wohlbefinden gebessert. Habe es auch schon längere Zeit mal ohne TENS probiert, aber das scheint nicht ganz so gut zu sein wie die Kombination.

    Viele Grüße, Harald

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