Schweinegrippe: Lehrer fordern klare Anweisungen

November 17, 2009  
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Schulen werden geschlossen und wieder geöffnet, Impfungsempfehlungen sind unkonkret und so richtig weiß keiner, was zu tun ist. Deutschlands Lehrer wünschen sich Klarheit im Umgang mit der Schweinegrippe.


Berlin – Deutschlands Lehrer fordern eine klare Linie für den Umgang mit der so genannten Schweinegrippe an Schulen. Bisher herrsche ein „Zick-Zack-Kurs“ von Schulbehörden und Gesundheitsämtern, bemängelte Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes. Besonders in Schulen herrsche ein erhöhtes Infektionsrisiko und daher sei eine klare Linie notwendig. „Politik und Behörden müssen sich endlich entscheiden, auf welche Weise sie ihre Verantwortung für die Gesundheit der Kinder wahrnehmen wollen.“

Weiter sagte Meidinger, dass, wenn die Gefahr so groß sei wie von Experten behauptet, es größere Impfaktionen an Schulen geben müsse. Sei sie jedoch mit der Gefahr einer herkömmlichen Grippewelle vergleichbar, sollten keine weiteren Schulschließungen mehr stattfinden.

In manchen Bundesländern waren einige Schulen für wenige Tage geschlossen worden. In anderen Bundesländern wurde auch für die Schweinegrippe ein Umgang wie mit der Grippe empfohlen. Wer krank sei, solle zu hause bleiben, ansonsten gehe der Schulbetrieb seinen normalen Gang. In Hessen allerdings schoss das Gesundheitsamt mit einem recht eigentümlichen Vorschlag übers Ziel hinaus: Es empfahl einen Sicherheitsabstand von zwei Metern gegenüber „gefährdenden“ Personen.  Zu Recht kritisierte der Philologenverband hier, dass dies in einem Klassenzimmer schlicht nicht umsetzbar ist.

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