Pollenallergie

Oktober 16, 2013  
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Mädchen auf Wiese mit Pusteblumen und AllergieDie Pollenallergie gehört zu den häufigsten Allergieformen. Immer mehr Menschen leiden unter dem Pollenflug und vor allem in den Städten nimmt die Zahl der Pollenallergiker zu. Das hängt auch mit der dort wachsenden Umweltverschmutzung zusammen. Einziger Trost für Pollenallergiker ist, dass der Pollenflug zeitlich begrenzt ist. Allerdings kommen bei vielen Pollenallergikern zu der Sensibilität gegenüber Pollen auch andere Allergien beispielsweise gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare hinzu. Diese Patienten leiden in der Pollenflug-Saison noch mehr.

Im Volksmund wird die Pollenallergie auch Heuschnupfen genannt. Denn die Symptome sind die gleichen wie sie bei Menschen zu beobachten sind, die Heu machen: die Augen röten sich und jucken, die Betroffenen müssen viel niesen und sich oft die Nase putzen. Also alle äußeren Anzeichen eines Schnupfens. Auch asthmatische Beschwerden können auftreten. Nur, dass bei Pollenallergikern keine Viren oder Bakterien verantwortlich sind, sondern eben Pollen.

Das Unangenehme ist, dass Menschen mit einer Pollenallergie nicht einfach dem Allergen entkommen können wie Betroffene anderer Allergien. Denn im Frühling und Sommer und zum Teil auch im Herbst fliegen die Pollen der Pflanzen. Glücklicherweise sind die meisten Patienten nicht auf alle Pollen allergisch, sondern nur auf bestimmte Sorten. In der Blütezeit von Bäumen und Getreide sowie anderen Blühpflanzen nehmen wir pro Tag zwischen 4000 und 8000 Pollen mit dem Atem auf. Einem Allergiker genügen meist 40 bis 80 Pollen, damit eine allergische Reaktion ausgelöst wird. Bei manchen Pflanzen wie der hoch allergenen Beifuß-Ambrosia genügen sogar schon acht bis zehn Pollen für eine allergische Reaktion.

Die Diagnose der genauen Pollenallergie erfolgt über die Untersuchung des Nasen-Rachenraumes und der Augen sowie einen so genannten Pricktest. Dabei wird die Haut meist am Arm angeritzt und mit bekannten Allergenen beträufelt. Erfolgt eine Reaktion, steht fest, welche die allergenen Stoffe sind. Dieses Ergebnis kann auch mit einem Bluttest gefestigt werden.

Die Therapie der Pollenallergie gestaltet sich oft schwierig und vor allem langwierig. Da Pollenallergiker ihren Allergenen kaum entkommen können, stellt die Hyposensibilisierung die einzige Therapie dar, die das Problem dauerhaft zu lösen vermag. Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Von der regelmäßigen Injektion der Allergene in steigender Dosis über Tropfen, die unter die Zunge getropft werden bis zu so genannten Gräsertabletten reichen die Varianten. Diese Therapie zieht sich jedoch in der Regel über Jahre hinweg und kann eventuelle Kreuzallergien beispielsweise auf Lebensmittel nicht behandeln. Daher greifen viele Betroffene zu Medikamenten, die die akuten Symptome lindern. Dazu gehören unter anderem die Antihistaminika oder Glukokotikoidlösungen, die relativ schnell und lang wirken. Vorbeugend können auch Präparate mit Cromoglicinsäure eingenommen werden. Diese müssen jedoch rund vier Wochen eingenommen werden, bevor sie ihre volle Wirkung entfalten. Auch alternative Heilverfahren wie Homöopathie können manchen Patienten helfen.

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