Altersflecken

September 12, 2013  
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Hände einer alten Dame mit AltersfleckenVerwandt mit den Sommersprossen, sind auch Altersflecken Pigmentstörungen auf der Haut. Sie entstehen, wenn Hautzellen durch zu viel UV-Strahlung geschädigt sind. Es handelt sich hierbei um eine Ansammlung des bräunlichen Pigmentstoffes Lipofuszin in der Oberhaut. Das Problem ist in der Regel rein kosmetischer Natur, jedoch sollten die Flecken beobachtet werden. Wie alle Pigmentflecken können auch sie zu Karzinomen mutieren.

Altersflecken treten besonders an den Körperstellen auf, die im Sommer naturgemäß am meisten der Sonne ausgesetzt werden. Häufiges Sonnenbaden oder Solariumsbesuche können ihre Entstehung beschleunigen, auch, wenn es nicht oft zum Sonnenbrand gekommen ist. Bei Altersflecken sind die Hautzellen mit der Verarbeitung der UV-Strahlung überfordert und können diese Aufgabe nicht mehr erfüllen. Daher sammelt sich Pigment an, die Flecken entstehen. Das kann bei einem wenig pfleglichen Umgang mit der Haut schon ab dem 40. Lebensjahr geschehen. Meistens treten sie jedoch erst etwa ab dem 60. Lebensjahr auf.

Die Diagnose erfolgt beim Hautarzt mittels einer Dermatoskopie. Hier wird ein so genanntes Dermaskop auf die Haut aufgesetzt, das es dem Arzt ermöglicht, die Pigmentflecken eindeutig einzuordnen. Erst, wenn der Hautarzt bestätigt hat, dass es sich tatsächlich um Altersflecken handelt und nicht etwa um Leberflecken oder gar Melanome (Hauttumore), kann und sollte eine wie auch immer geartete Therapie begonnen werden.

Behandelt werden können Altersflecken auf verschiedene Weise. Am einfachsten, allerdings auch nur vorübergehend verschwinden sie mit einem starken Make-up wie Camouflage. Wenn man erst einmal den richtigen Farbton gefunden hat, ist dies eine Möglichkeit, die Flecken schnell und ohne Eingriffe zu verstecken, zumal das Make-up wiederum einen starken Sonnenschutz bietet.

Eine andere Behandlung besteht im Bleichen der Flecken. Dies geschieht im Allgemeinen mit Präparaten, die Brunnenkresse-Extrakt oder Vitamin-A-Säure-Derivate enthalten. Während erste die Haut zuverlässig bleicht, schält Vitamin-A-Säure die Oberhaut ab. Beim Bleichen besteht aber immer die Gefahr, dass auch nicht betroffene Hautstellen heller werden. Außerdem kann es hierbei zu entzündlichen Reaktionen der Haut kommen, weshalb diese Behandlung nur von Fachkräften ausgeführt werden sollte. Das Gleiche gilt für chemische Peelings, die ebenfalls in der Behandlung von Altersflecken eingesetzt werden.

Am wirksamsten ist die Laserbehandlung. Mit ihr werden die Altersflecken recht schonend und dauerhaft entfernt. Auch wird immer nur der Fleck bestrahlt, daher ist die Wunde relativ klein.

Die wirksamste Methode gegen Altersflecken ist jedoch die Vorbeugung. Ein pfleglicher Umgang mit der eigenen Haut, wenig direkte Sonnenbestrahlung, wenig Alkohol und möglichst kein Tabakrauch sind ein guter Weg, um die freien Radikale, die auch für die Hautalterung und damit für die Flecken verantwortlich sind, zu vermeiden.

Foto: © zamphotography – Fotolia.com

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