Die Wahrheit über Seitensprünge

Juni 24, 2009  
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Angeblich tut es jeder und jede Zweite, zugeben tun es nur die wenigsten: Fremdgehen. Inzwischen ist klar, dass dies kein reines Männerproblem ist und auch Frauen gern mal aus ihrer Beziehung ausbrechen. Doch die Frage bleibt in jedem Fall: Warum?

Verstohlene Treffen im Freien - Foto: pixelio.de

Verstohlene Treffen im Freien - Foto: pixelio.de

Berlin – Menschen gehen fremd. Egal, ob sie männlich oder weiblich sind. So weit, so schlecht. Doch über die eigentlichen Gründe ihres Tuns sind sich die meisten Seitenspringer offenbar nicht immer im Klaren. Rund 43 Prozent der Singles, die das Singleportal Elitepartner zu diesem Thema befragte, gaben nämlich an, dass „es einfach so“ passiert wäre. Etwa jeder Dritte gab an, aus Verliebtheit fremdgegangen zu sein und rund 26 Prozent gaben zu, dass es geschah, weil ihnen der Sex innerhalb der Beziehung zu wenig geworden war.

Warum Mann und Frau fremdgeht

Interessanter jedoch sind die Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Denn die Geschlechter gehen aus unterschiedlichen Gründen fremd. Frauen werden anfällig für Seitensprünge, wenn es in der eigenen Beziehung kriselt. Und auch dann geht es ihnen meist nicht um den Sex an sich, sondern um die emotionale Bindung. Sie suchen in einer Affäre eher die in der Beziehung fehlende Bestätigung und Anerkennung des Partners. Männer suchen bei einem Seitensprung den sexuellen Kick. Sei es, weil ihnen der Sex zuhause zu langweilig ist oder zu selten stattfindet.

Das ist auch der Grund dafür, dass Männer und Frauen einen Seitensprung oder eine Affäre verschieden bewerten. Für eine Frau steht dabei im Vordergrund, dass ihr Partner sozusagen die Beziehung verraten hat. Sie ist eher in der Lage zu verzeihen, wenn es ihm dabei nicht um Gefühle ging, sondern nur um den Sex an sich. Männer hingegen nehmen Seitensprünge übel, weil die sexuelle Untreue für sie schlimmer ist als eine etwaige emotionale Bindung dahinter.

Evolution erklärt vieles

Auch das ist evolutionsgeschichtlich erklärbar. Dem Mann war es schon immer wichtig zu wissen, ob die Nachkommen seiner Partnerin tatsächlich von ihm sind. Selbst bei einem geplanten Seitensprung kann es eben passieren, dass ein Kind gezeugt wird. Nach einem Seitensprung werden daher viele Männer ihre Vaterschaft anzweifeln. Für Frauen war es schon immer wichtig, dass ihre Partner emotional an sie gebunden ist, denn sie brauchten einen Versorger für die Familie. Daher fürchten sie bei einem Seitensprung eher, verlassen zu werden.

Doch selbst, wenn man einen Verdacht hat: Misstrauen oder gar Überwachung des Partners sind absolute Beziehungskiller. Wer denkt, dass sein Partner fremdgeht, sollte ihn direkt darauf ansprechen.

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