Herz-Kreislauferkrankungen

Februar 16, 2009  
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Herzkreislauferkrankungen zählen in unserem Land zu den Todesursachen Nummer eins.

Familiäre Vorbelastung, Nikotinkonsum, Bluthochdruck,  Zuckerkrankheit, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte sind die Hauptrisikofaktoren für eine Koronare Herzerkrankung. Abnehmende Belastbarkeit, ein Drücken in der Brust oft erst nur unter Belastung, später dann auch in Ruhe, Belastungsluftnot sind erste Anzeichen einer unzureichenden Blutversorgung des Herzmuskels.

Diese Symptome sollten auf jeden Fall ernst genommen werden. Bei einem plötzlich auftretenden starken Brustschmerz muß immer unverzüglich ärztliche Hilfe aufgesucht werden, da sich hinter solchen Beschwerden ein Akuter Herzinfarkt verbergen kann. Sollte dies der Fall sein zählt jede Minute!

Ein Herzinfarkt kommt oft ohne Vorankündigung. Ein starker linksseitiger Brustschmerz oft mit Ausstrahlung in den linken Arm oder Hals ist das Hauptsymptom eines Akuten Herzinfarktes. Weiterhin kann Übelkeit, kalter Schweiss und Luftnot auftreten. Jetzt zählt jede Minute. Denn nur wenn es gelingt innerhalb kürzester Zeit die Blutzufuhr zum Herzmuskel wieder herzustellen können schwerwiegende Spätfolgen wie z. B. eine Herzmuskelschwäche oder der Tod verhindert werden. Es stehen heute mehrere Möglichkeiten der Wiedereröffnung eines verstopften Herzkranzgefäßes zur Verfügung. Der Goldstandart ist mit Sicherheit die Sogenannte Koronarangiographie in PTCA Bereitschaft, das heißt die Möglichkeit einer Aufdehnung des verengten Gefäßes. Diese Methode wird jedoch oft nur an bestimmten Zentren angeboten. Besteht nicht die Möglichkeit einer Herzkatheteruntersuchung muß das Gefäß durch Medikamente mittels einer Thrombolyse wiedereröffnet werden. Trotz allem Fortschritt in der modernen Medizin versterben heute immer noch die Hälfte aller Patienten an einem Akuten Herzinfarkt. Deshalb sollte die Prävention, das heißt das Verhindern eine Koronaren Herzkrankheit im Vordergrund der Bemühungen stehen.

Durch konsequente Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren kann man einer Koronaren Herzkrankheit vorbeugen. Familiäre Vorbelastung, Nikotinkonsum, Bluthochdruck,  Zuckerkrankheit, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte sind die Hauptrisikofaktoren für eine Koronare Herzerkrankung. An erster Stelle steht für jeden zunächst die für Ihn veränderbaren Risikofaktoren zu beseitigen, welche sich oft durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten erzielen lassen. Der Nikotinkonsum sollte auch wenn es schwer fällt eingestellt werden. Mittlerweile gibt es verschiedene Raucherentwöhnungsprogramme, welche auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden. Auch die Anwendung von Nikotinpflaster und Nikotin Kaugummis über einen begrenzten Zeitraum kann hilfreich sein. Eine Gewichtreduktion muß bei Übergewicht angestrebt werden, nicht der Einsatz verschiedener „Brigitte“ Diäten bringt den Erfolg sondern nur eine konsequente Umstellung der Ernährung. Es sollte eine ausgewogene Kalorienreduzierte Mittelmeerdiät sein. Ergänzen kann man dies durch Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln. Auch eine leichte Zuckererkrankung kann bereits durch eine Ernährungsumstellung gebessert werden, ebenso eine Blutfetterhöhung.  Weiterhin sollte ein regelmäßiger moderaten Ausdauersport begonnen werden. Das kann z. B. eine ca. 1/2 Stunde joggen 3 x / Woche oder ein in der letzten Zeit immer beliebter gewordenes Nordic Walking sein. Gerade der Bluthochdruck normalisiert sich oftmals allein durch Ausdauersport.

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