Therapien bei Akne

Dezember 30, 2013  
abgelegt unter Ratgeber Gesundheit

Teenager mit AkneAkne ist eine entzündliche Erkrankung der Talgdrüsen und Haarfollikel, die zu geröteten und druckempfindlichen Pusteln führt. In schweren Fällen können diese Entzündungen zu Kopfschmerz, schmerzhaften Schwellungen der Lymphdrüsen, ja zu Narben führen. Tritt die Akne massiv im Gesichtsbereich auf, so wird dies nicht selten als stigmatisierend empfunden, was bis zur Beziehungsunfähigkeit führen kann.

Um mögliche Komplikationen zu vermeiden und zu einem reibungslosen Abklingen der Erkrankung ohne Narbenbildung beizutragen, ist in jedem Fall die Konsultation eines Dermatologen (Hautarztes) zu empfehlen! Gemeinsam mit dem Dermatologen werden dann Behandlungsmethoden erwogen und eingeleitet. Neben der Umstellung der Ernährung existieren mehrere medikamentöse Ansätze, die vor allem auf eine Reduzierung der Talgproduktion und die Eindämmung der Entzündungen der Haarfollikel abzielen.

Therapie durch Umstellung der Ernährung

Der Zusammenhang zwischen einer Fehlernährung und dem Auftreten von Akne gilt als umstritten. Dennoch konnte ein Zusammenhang zwischen dem Konsum bestimmter Milchprodukte und der Entwicklung von Akne nachgewiesen werden. Ebenso führt ein erhöhter Blutzuckerspiegel zu einer verstärkten Besiedlung der Haut mit Bakterien und damit zur Ausbreitung von Akne. Eine entsprechende Umstellung der persönlichen Ernährungsgewohnheiten sollte daher mit dem Dermatologen besprochen werden.

Lichttherapie

Ebenso umstritten ist die Therapie der Haut durch Sonnenlicht oder durch die Bestahlung mit UV-Licht. Nachgewiesen wurde allerdings die deutlich antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung von UV-Strahlung. Die positive Wirkung von UV-Licht im Zusammenhang mit der Aknebehandlung ist in diversen Einzelfällen dokumentiert, so dass die Lichttherapie heute von Dermatologen zur Behandlung der Akne empfohlen oder sogar unmittelbar verordnet wird.

Fruchtsäure-Therapie

Zur Behandlung der Akne werden heute teilweise verschiedene Säuren eingesetzt. Dies sind die sogenannten Alpha-Hydroxysäuren oder natürlichen Fruchtsäuren, nämlich Glycolsäure, Milchsäure, Äpfelsäure, Zitronensäure sowie Mandelsäure. Diese sind Bestandteile diverser Cremes oder Pasten, die zur Aknetherapie verschrieben werden. Sämtliche dieser Säuren entfalten auf der menschlichen Haut dann ihre komedolytische Wirkung, bekämpfen also aktiv Mitesser und Entzündungen der Haarfollikel (weiterführende Informationen hierzu auf belladerma.de). Die Behandlung der unterschiedlichen Formen der Akne mit den genannten Säuren hat sich im Rahmen von klinischen Studien als effektiv erwiesen und gehört inzwischen zum Standard-Repertoir der Dermatologen.

Antibiotika-Therapie

Bei der Akne neigen die Talgdrüsenfollikel zur verstärkten Produktion von Talg. Dadurch werden sie in der Folge verstärkt von Bakterienstämmen besiedelt, die eine Entzündung, Rötung und Schwellung der Talgdrüsenfollikel bewirken. Durch die Gabe von Antibiotika werden die entsprechenden Bakterien wirksam bekämpft und eine Entzündung der Talgdrüsenfollikel kann so verhindert werden. Auch die Antibiotika-Therapie gehört heute zum Standard bei den Behandlungsmethoden der Akne. Die Antibiotika werden dabei sowohl lokal, aber auch körperweit appliziert.

Benzoylperoxid-Therapie (BPO-Therapie)

Benzoylperoxid ist ein farbloses und nur schwach riechendes Pulver von allerdings starker antibakterieller Wirkung. Letztere macht es als Akne-Therapeutikum interessant, so dass es sich als Bestandteil zahlreicher Cremes, Pasten und Gels findet, die heute durch den Dermatologen bei Akne verordnet werden.

Hormonelle-Therapie

Die hormonelle Therapie der Akne wird nur bei Frauen angewendet. Die Gabe von Hormonen, die die Wirkung der männlichen Sexualhormone im weiblichen Körper hemmen, reduziert die Talgproduktion der Talgdrüsenfollikel und bewirkt gleichzeitig die Empfängnisverhütung. Solche Hormone sind antiandrogene Substanzen, beispielsweise synthetisches Ethinylestradiol und Cyproteronazetat oder Drospirenon.

Linolsäure-Therapie

Linolsäure ist eine zweifach ungesättigte Fettsäure mit 18 Kohlenstoffatomen. Sie ist Bestandteil zahlreicher Rezepturen zur Aknebehandlung, da sie Knoten und Pusteln nach etwa 4-wöchiger Behandlung bei den meisten Patienten wirksam reduziert.

Retinoid-Therapie

Zur Behandlung leichter Formen der Akne empfiehlt sich die Retinoid-Therapie. Retinoide sind chemische Substanzen, die dem Vitamin A nahe verwandt sind und deren äußerliche Anwendung die Akne wirksam beinflusst. Zu den Retinoiden, die bei der Behandlung von Akne Anwendung finden, zählen das Tretinoin, das Isotretinoin, das Motretinid, das Adapalen und das Tazaroten.

Weitere Therapieformen der Akne

Weitere Behandlungsansätze und Therapieformen bestehen in der Anwendung von Isotretinoin, von Salicylsäure, in der Applikation von Zinkverbindungen und in der Impfung mit Autovakzinen.

Foto: © jogyx – Fotolia.com

Kommentare

Ein Kommentar zu “Therapien bei Akne”
  1. Benni sagt:

    Sehr hilfreicher Artikel, ich bin gerade auf der Recherche Tour um über das Akne Krankheitsbild noch mehr zu erfahren. Der Artikel ist zwar kurz gehalten aber bringt dennoch einiges direkt auf den Punkt.

    Lieben Gruß