So wird der Zahnarztbesuch zum Kinderabenteuer

Dezember 21, 2011 by  
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zahnbehandlungSchlechte Erfahrungen der Eltern bringen Unsicherheit mit sich

Mancher Erwachsene hat schmerzhafte Erfahrungen mit dem Zahnarzt gemacht, die häufig auch schon in der Kindheit begonnen haben. Weder war die Anleitung zur richtigen Pflege der Zähne gegeben, noch wurde die Behandlung dem Kind erklärt. So entstehen Ängste, die sich bis in das Erwachsenenalter verfestigen. Dass dann Unsicherheit entsteht, wenn der erste Zahnarztbesuch mit dem eigenen Kind geplant wird, ist verständlich.

Fortschritte in der Zahnhygiene und Behandlung

Verantwortungsbewusste Eltern beginnen gleich nach dem der erste Zahn durchgebrochen ist, mit der Zahnpflege bei ihrem Kind. Auch im Kindergarten üben Kinder die Zähne zu putzen und werden über gesunde und zahnfreundliche Ernährung aufgeklärt. Ein Besuch beim Zahnarzt sollte trotzdem alle halbe Jahre auf dem Programm stehen. Heute steht für Kinder ein spezieller Kinderzahnarzt zur Verfügung. Dieser hat sich in seiner Praxis besonders auf die Versorgung von Kindern eingestellt und bietet eine kindgerechte Einführung in die Zahnmedizin, die die natürliche Neugier und Kooperationsbereitschaft von Kindern nutzt. Damit im Vorfeld keine Ängste entstehen, sollten Eltern den Zahnarztbesuch als ganz normales, alltägliches Ereignis ankündigen, in der Art von: „wir gehen morgen zur Zahnärztin, die guckt sich an wie viele tolle Zähne Du schon hast“ und nicht unbewusst Ängste schüren durch Aussagen wie „du musst keine Angst haben“ oder „es tut nicht weh“.

Kinderzahnarzt in München

Ein besonderes Beispiel für eine kinderzahnärztliche Praxis ist der Kinderzahnarzt Zahnplanet in München, spezialisiert auf die zahnärztliche Versorgung von Kindern von 0-14 Jahren. Hier ist die Praxis so gestaltet, dass schon am „Weltraumstationsempfang“ die Raumfahrt zum Zahnplaneten beginnt, begleitet von der Figur des kleinen Weltraumfahrers Mondo. Ãœber das phantasievoll eingerichtete „Sternwartezimmer“ geht die Reise auf die „Raketenliege“ im Behandlungszimmer. Hier steht als erstes die Diagnostik auf dem Programm, der Zahnbelag wird angefärbt und der Entzündungsgrad des Zahnfleischs gemessen. Dann kann auf kindgerechte Weise die richtige Zahnpflege erklärt werden. Der Kinderzahnarzt in München bietet, wenn Schäden an einem Zahn oder an mehreren Zähnen vorliegen, eine Behandlung mit risikoarmen schmerzlindernden Verfahren an, von Oberflächenanästhesie bis hin zur Vollnarkose in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Anästhesisten. Sollte eine Versorgung langwierig und für die Kleinen langweilig sein, können sie sich sogar einen Film aussuchen, den sie auf einem Overheadprojektor anschauen. Diesen Kinderzahnarzt in München möchte jeder bald wieder besuchen.

Karies behandeln ohne Bohren

Juli 15, 2009 by  
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Endlich. Darauf hat die Welt gewartet. Zumindest ein großer Teil. Denn die Angst vor dem Bohren beim Zahnarzt gehört nun der Vergangenheit an.

Der Bohrer wird jetzt arbeitslos - Foto: pixelio.de

Der Bohrer wird jetzt arbeitslos - Foto: pixelio.de

Berlin/Kiel – Schon Kinder bekommen Panik beim Gedanken an den Zahnarzt und auch viele Erwachsene gehen einfach nicht hin. Schuld daran ist vor allem die Angst vor dem Bohrer. Dabei sind es oft gar nicht unbedingt die Schmerzen, denn dafür gibt es ja eine Betäubung. Für viele ist es die Kombination aus Geruch, Geräusch und dem Gefühl, ausgeliefert zu sein.

Schmerzfrei und schnell

Dies alles hat nun ein Ende, denn Forscher der Charité Berlin und der Universitätsklinik in Kiel haben ein Gel entwickelt, mit dem das Bohren überflüssig wird. Wenn der Zahnarzt nun eine mit Karies befallene Stelle am Zahn entdeckt, wird als erster Schritt ein ätzendes Gel aufgetragen, mit dem die Zahnoberfläche aufgeraut wird. Daran anschließend wird das Porensystem getrocknet, mit einem Kunststoff gefüllt und dieser lichtgehärtet. Der Kunststoff dringt in die Karies ein und schließt die Poren. Und fertig ist die neue Füllung.

Für die Forscher liegen die Vorteile klar auf der Hand. Denn wenn der Zahnarzt bohre, müsse er viel mehr gesundes Gewebe abtragen als mit der Gelmethode. Dies sei besonders im Anfangsstadium der Karies, in dem sich oft die Frage stellt, ob schon gebohrt werden müsse, hilfreich. Mit der neuen Infiltrationsmethode könne Karies nun effektiv behandelt werden, ohne gesundes Gewebe angreifen zu müssen.

Schwachstellen vorhanden

Doch wie alles Gute hat auch diese Methode Schwachstellen. Bei großflächigem Kariesbefall im fortgeschrittenen Stadium kann sie nicht mehr helfen, denn dann ist zu viel Gewebe bereits zerstört. Hier muss der Zahnarzt dann doch wieder zum Bohrer greifen.

Der zweite Schwachpunkt ist, dass die Krankenkassen die Methode bisher nicht übernehmen und sie daher komplett selbst bezahlt werden muss. Darüber hinaus wird sie bisher nur von zwei bis drei Prozent der Zahnärzte überhaupt benutzt. Ob Ihr Zahnarzt dabei ist, können Sie nur herausbekommen, indem Sie ihn fragen. Informiert wurden alle deutschen Zahnärzte über die neue Methode und das Interesse sei auch vorhanden, so Hendryk Meyer-Lückel von der Uniklinik Kiel.